FAQ - Der GebertBrief
- Welche Strategie verfolgt Der GebertBrief?
- Wie setzt sich Der GebertBrief zusammen?
- Was sind die Voraussetzungen für die Teilnahme am GebertBrief?
- Welcher Broker eignet sich für die Teilnahme am GebertBrief?
- Benötige ich irgendwelche Vorkenntnisse für die Teilnahme?
- Wie hoch ist der empfohlene Einsatz?
- Soll ich zum Start alle 20 Aktien des Depots kaufen oder beginne ich mit einzelnen Werten?
- Mit welcher Gewichtung im Verhältnis zum gesamten Startkapital sollte ich die einzelnen Werte kaufen, wenn ich nicht alle kaufe?
- Welchen Handelsplatz soll ich für einen Kauf oder einen Verkauf auswählen?
- Soll ich den Kaufauftrag billigst eingeben oder limitiert?
- Welchen Zeitpunkt sollte ich für Käufe wählen?
Antworten
Welche Strategie verfolgt Der GebertBrief?
Der Börsenbrief basiert auf der Erfahrung, dass es zwei sich unterschiedlich verhaltende Anlageklassen gibt: die konjunktursensiblen (zyklischen) Investments und die konjunkturunsensiblen (defensiven) Investments.
Als Beispiel nehmen wir hier Siemens und Nestlé.
Während eines Konjunkturaufschwungs steigt der Kurs der Siemens-Aktie, da der Unternehmensgewinn bei mehr Nachfrage zulegt. Die Firma Nestlé spürt keinen Konjunkturaufschwung, weil Schokolade und Kaffee immer nachgefragt werden.
Bei einem wirtschaftlichen Abschwung gibt der Siemens-Kurs seine Gewinne wieder ab, während Nestlé davon profitiert, da hier in der Regel auch die langfristige Anleiherendite sinkt, was einen konstanten Dividendenzahler wie Nestlé attraktiver erscheinen lässt.
Als Maß für die wirtschaftliche Aktivität kann unter anderem der US-Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe ISM Manufacturing gewählt werden.
Die Regel ist also: In der Flaute (bei einem ISM von etwa 50) setzen wir mit konjunktursensiblen Aktien auf den nächsten Aufschwung. Bei einem Boom (bei einem ISM von etwa 60) bereiten wir uns auf einen Konjunkturabschwung mit konjunkturunsensiblen Aktien vor. Als Anhaltspunkt dafür, was als Nächstes kommt, Flaute oder Konjunkturboom, wird zusätzlich der etwa vierjährige US-Wirtschaftszyklus mit den letzten Tiefpunkten 2008, 2012, 2016 und 2020 zurate gezogen.
Der Gebert-Indikator
Diese Vorgehensweise wird in der BÖRSE ONLINE, in der €uro und der €uro am Sonntag als Gebert-Indikator bezeichnet, im Unterschied zu dem vor 30 Jahren entwickelten Börsenindikator, der im Teil Indikatoren ebenfalls betrachtet wird.
Wie setzt sich Der GebertBrief zusammen?
Die ersten beiden Seiten des Briefes (Marktbericht) geben einen Einblick in die derzeitige Marktlage und bilden die Basis für unsere derzeitige Strategie. Zusätzlich finden Sie hier auch den Börsenindikator graphisch abgebildet, der die aktuelle Marktlage darstellt.
Das Musterdepot weist die Werte auf, die „gekauft“ wurden und aktuell gehalten werden. Sie bilden einen Status quo des Investments.
Unter Transaktionen werden alle Werte, die gekauft (oder auch bereits wieder verkauft) wurden, mit der jeweiligen Entwicklung aufgelistet. Im Anschluss folgt eine Auswahl an Aktien aus unserem Musterdepot mit den derzeitigen Neuigkeiten der Unternehmen (Depotwerte im Check).
In der Rubrik Indikatoren schreibt Thomas Gebert unter anderem über den bereits erwähnten US-Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe, der einen Anhaltspunkt dafür liefert, ob es ratsam ist, etwas offensiver, konjunktursensibler für einen Konjunkturaufschwung positioniert zu sein oder etwas defensiver, krisensicherer. Mit der anschließenden Betrachtung des Momentums wird überprüft, welche Aktien zuletzt tatsächlich gestiegen sind (die konjunktursensiblen oder die -unsensiblen), um zu verifizieren, ob das Team mit der aktuellen Positionierung richtigliegt. Der von Thomas Gebert vor über 30 Jahren entwickelte Börsenindikator im Anschluss liefert ihm zusätzliche Informationen, ob es aus Sicht dieses über Jahrzehnte hinweg zuverlässigen Indikators derzeit günstig ist, langfristig in Aktien investiert zu sein, oder nicht. Die Strategie des Börsenindikators ist zusammen mit dem Prinzip der Relativen Stärke in Zertifikatform erhältlich. In Grünphasen des Indikators investiert das Zertifikat in die 10 Aktien mit der höchsten Relativen Stärke der 100 meistgehandelten deutschen Aktien, in Rotphasen setzt es auf Gold, Bundesanleihen und einen fallenden DAX.
Die Kurzfristanalyse skizziert einen möglichen Verlauf des DAX für die nächsten Tage, nicht weil spekulativ in die eine oder andere Richtung gehandelt werden soll, sondern um günstige Zeitpunkte für Neukäufe oder Nachkäufe zu finden und um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob der Markt sich nachvollziehbar verhält oder ob sich Anzeichen einer unerwarteten Verschlechterung der Börsenaussichten erkennen lassen.
In diesem Zusammenhang wird ein 16-Wochen-Rhythmus verfolgt. Unter der Rubrik 16-Wochen-Strategie werden zunächst die Wochen fortlaufend von 1 bis 16 durchnummeriert. Am Ende angekommen, beginnt die Nummerierung wieder von vorn.
Als Woche zählt der Zeitraum jeweils von Montag, 17:30 Uhr, bis zum folgenden Montag, 17:30 Uhr.
Anschließend werden Gold und US-Staatsanleihen näher beleuchtet und gegebenenfalls auch andere Rohstoffe.
Was sind die Voraussetzungen für die Teilnahme am GebertBrief?
Sie benötigen für die Teilnahme ein Depot bei einem Onlinebroker sowie die entsprechende Risikofreigabe für Ihr Depot, da beim GebertBrief sowohl mit Aktien als auch mit Hebel-Produkten gearbeitet wird. Die Risikofreigabe können Sie meistens ganz einfach durch einen Wissenstest bei Ihrem Broker erlangen.
Welcher Broker eignet sich für die Teilnahme am GebertBrief?
Grundsätzlich ist es ratsam, einen etablierten Onlinebroker wie Comdirect, flatex oder ING zu wählen, da sogenannte Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital zwar günstiger im Aktienhandel sein können, jedoch oftmals eine deutlich geringere Auswahl an Derivaten zur Verfügung stellen.
Benötige ich irgendwelche Vorkenntnisse für die Teilnahme?
Grundsätzlich sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Um eine reibungslose Umsetzung der Strategie des Experten zu gewährleisten, sollten Sie jedoch im Umgang mit Ihrem Broker und mit der Ordererteilung vertraut sein. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass Hebel-Produkte teilweise überdurchschnittlichen Schwankungen ausgesetzt sein können und zu höheren Verlusten führen können.
Wie hoch ist der empfohlene Einsatz?
Das GebertDepot ist im April 2015 mit 30.000 Euro gestartet. Aufgrund der hohen Diversifikation in Einzeltitel sollte daher der Mindesteinsatz bei 15.000 Euro liegen, da die Positionen sonst zu klein und damit die Transaktionskosten im Verhältnis zum Einsatz zu hoch werden.
Bitte beachten Sie, dass es sich beim GebertBrief um ein reines Musterdepot (ohne Einsatz von Echtgeld durch den Experten) handelt.
Bei den Transaktionen in unserem Musterdepot werden jedoch Kosten in Höhe von 5,90 Euro pro Order berücksichtigt.
Soll ich zum Start alle 20 Aktien des Depots kaufen oder beginne ich mit einzelnen Werten?
Nein, es ist nicht sinnvoll, gleich alle 20 Aktien zu kaufen. Es ist vollkommen in Ordnung, mit einzelnen Werten zu beginnen.
Wenn Sie als neuer Leser Aktien aus der Liste erwerben oder bereits im Musterdepot enthaltene Werte nachkaufen wollen, gibt es dafür günstigere und weniger günstige Zeitpunkte. Thomas Gebert geht in der Kurzfristanalyse darauf ein, ob es sich vom kurzfristigen Rhythmus her lohnt, jetzt zu kaufen oder noch zu warten.
Mit welcher Gewichtung im Verhältnis zum gesamten Startkapital sollte ich die einzelnen Werte kaufen, wenn ich nicht alle kaufe?
Die Gewichtung sollte sich tendenziell an der im Brief angegebenen Gewichtung der einzelnen Positionen orientieren. Dadurch wird zumindest annähernd gewährleistet, dass Sie eine ähnliche Performance wie das Musterdepot erzielen. Zudem können Sie auch bei künftigen Transaktionen mit den passenden Größen agieren.
Welchen Handelsplatz soll ich für einen Kauf oder einen Verkauf auswählen?
Das macht keinen großen Unterschied, je nachdem, welcher Handelsplatz von Ihrem Onlinebroker angeboten oder empfohlen wird.
Soll ich den Kaufauftrag billigst eingeben oder limitiert?
In der Regel reicht ein Billigst-Auftrag, da die Aktien, mit denen wir uns beschäftigen, in großen Stückzahlen gehandelt werden und auch bei einem Billigst-Auftrag ein fairer Preis zustande kommt.
Welchen Zeitpunkt sollte ich für Käufe wählen?
Generell verfahren wir in einem wöchentlichen Takt. Für das Musterdepot nehmen wir die Schlusskurse vom Dienstag. So haben alle Leser genügend Zeit, ihre Transaktionen am Montag oder auch im Laufe des Dienstages durchzuführen. Wir kaufen also einen Tag nach Ihnen.
Unsere Investments sind nicht so zeitsensibel. Wenn Sie nach angekündigten Käufen schon am Montagnachmittag kaufen oder am Dienstagvormittag statt am Dienstagnachmittag, wird das auf Dauer keinen großen Unterschied machen. Manchmal kaufen Sie günstiger, manchmal etwas schlechter, aber mit der Zeit sollte sich das ausgleichen.
Abschließender Hinweis:
Jeder Börsenbrief verfügt über eine eigene E-Mail-Adresse, so dass Verständnisfragen gern geklärt werden können.
Bitte sehen Sie jedoch davon ab, die Experten nach einer Einschätzung zu Ihrer persönlichen Situation zu befragen. Auch wenn wir Ihnen gern bei Ihrem Anliegen weiterhelfen möchten, dürfen wir Ihnen aus haftungstechnischen und regulatorischen Gründen keine Ratschläge geben, die über die im Dienst genannten Informationen hinausgehen. Eine individuelle Anlageberatung ist daher ausgeschlossen. Wir bitten dafür um Verständnis.